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Geförderte Projekte

Wir fördern Organisationen und Projekte die sich für sicherere, legale Fluchtwege und sichere Häfen engagieren und sich der Kriminalisierung von Flucht und Migration entgegenstellen. Der Fokus liegt dabei auf dem Mittelmeer(raum).

Fördersumme in 2021

1.992.001
Förderübersichten | PDF

Just Action Samos

Free Food Market

Just Action wurde im April 2020 inmitten des ersten COVID-19 Lockdowns gegründet. Die meisten Projekte der Organisation konzentrieren sich auf Communities von Menschen auf der Flucht, da jedoch auch viele Einheimische auf der Insel in prekären Situationen leben, unterstützt die Community mit dem kostenlosen Markt in Vathy alle bedürftigen Personen. Angesichts der hohen Preise für die öffentliche Infrastruktur und der mangelnden finanziellen Mittel der Camp Bewohner hat die Organisation außerdem damit begonnen, ihre Klient*innen durch die Bereitstellung von Bustickets nach Zervou zu unterstützen.

  • Griechenland
  • 36.000,00
  • 6 Monate
  • 24. Februar 2022

Sea Punks

Finanzierung einer Vollzeitstelle

Der Verein Sea Punks operiert mit einem Schiff für Zivile Seenotrettung auf dem Mittelmeer. Der Stiftungsfonds unterstützt das Team dabei mit der Finanzierung einer Vollzeitstelle für Fundraising.

  • Deutschland
  • 24.000,00
  • 1 Jahr
  • 24. Februar 2022

Medical Volunteers International

Just help! Soforthilfe für Geflüchtete an der polnisch-belarussischen Grenze

MVI unterstützt im ersten Halbjahr 2022 ein lokales Netzwerk aus Aktivist*innen in Ostpolen, stellt medizinisches Know-How zur Verfügung, versorgt Geflüchtete vor Ort und unterstützt die lokale Bevölkerung durch Erste-Hilfe-Kurse ein Stück weit darin selbst zu helfen, wenn es nötig ist. Darüber hinaus soll im Rahmen des Projektes die Beweglichkeit des lokalen Netzwerks ausgebaut und die Schutzmaßnahmen vor Corona mit Schutzausrüstung weiter verbessert werden.

  • Polen
  • 19.600,00
  • 6 Monate
  • 10. Februar 2022

The House of Nature and Culture

Sucheinsätze und Aufräumaktionen an der Polnisch-Belarussischen Grenze

Seit Anfang September 2021 beteiligt sich die Organisation The House of Nature and Culture aktiv an humanitären Einsätzen an der polnisch-belarussischen Grenze, indem Teams grundlegende Güter verteilen, bei Asylanträgen unterstützen, Spendenaktionen organisieren und die gesammelten Materialspenden in Zentren für Geflüchtete verteilen. Mit Hilfe der Projektgelder können außerdem Aufräumaktionen in den Wäldern gestartet werden, in denen sich Menschen auf der Flucht seit August 2021 aufhalten müssen. Der gefundene Müll wird entsorgt, Schlafsäcke und Isomatten jedoch wenn möglich wieder aufbereitet. Von März bis Juni 2022, wenn erneut Hunderte von Menschen an der Grenze zwischen Polen und Belarus erwartet werden, werden zusätzliche Sucheinsätze durchgeführt. Die Suchteams werden in erster Linie Erste Hilfe leisten und Güter wie Lebensmittel, Kleidung und notwendige Dokumente verteilen.

  • Polen
  • 8.300,00
  • 4 Monate
  • 20. Januar 2022

RESQSHIP e.V.

Finanzierung einer Vollzeitstelle

Der Verein Resqship e.V. ist mit der 19m langen Nadir im zentralen Mittelmeer zu Beobachtungsmissionen unterwegs. 7 Personen bilden die Crew aus Ehrenamtlichen, darunter nautische, medizinische, technische und journalistische Kräfte. Zusätzlich konnte die Crew 2021 in sechs Einsätzen auch 1250 Menschen aus Seenot helfen - alleine oder in Kooperation mit weiteren Schiffen. Die Nadir wird ab dem 4. April bis Anfang November 2022 in zehn Einsätzen unterwegs sein. Der Stiftungsfonds unterstützt RESQSHIP e.V. dafür mit der Finanzierung einer Vollzeitstelle.

  • Deutschland
  • 41.081,00
  • 1 Jahr
  • 20. Januar 2022

FENIX Humanitarian Legal Aid

Umfassende Rechtsberatung

Die Organisation Fenix Humanitarian Legal Aid unterstützt Menschen auf der Flucht in Griechenland. Im Rahmen ihres Rechtshilfeprojekts bietet das multidisziplinäre Team seinen Kund*innen umfassende Dienstleistungen, die Rechtshilfe und -vertretung, Schutz und Fallmanagement sowie psychologische Unterstützung umfassen. Die individuelle Fallarbeit von Fenix ist eng mit ihren advocacy und strategischen Bemühungen verbunden, die darauf abzielen, einen positiven, strukturellen Einfluss auf das griechische und europäische Asylsystem auszuüben.

  • Griechenland
  • 33.712,00
  • 1 Jahr
  • 10. November 2021

Legal Centre Lesvos

Unterstützung der Rechte von Migrant*innen auf Lesvos und Kampf gegen Kriminalisierung

Das Legal Centre Lesvos ist ein Team aus griechischen und ausländischen Anwält*innen, Dolmetscher*innen und Freiwilligen, das Migrant*innen, die auf dem Seeweg nach Lesvos gekommen sind, kostenlos und individuell Rechtsauskünfte und -hilfe anbietet. Neben dieser direkten Unterstützung arbeitet die Organisation an der Dokumentation von Verletzungen der Rechte von Migrant*innen und engagiert sich in der Advocacy-Arbeit und in strategischen Rechtsstreitigkeiten, um die griechische Regierung, die Mitgliedstaaten und die Institutionen der Europäischen Union zur Rechenschaft zu ziehen. Darüber hinaus setzt sich das Team für einen gleichberechtigten Zugang zu sicheren und legalen Flucht- und Migrationsrouten nach Europa ein und bekämpft alle Formen der Diskriminierung und Kriminalisierung von Migrant*innen.

  • Griechenland
  • 49.700,00
  • 1 Jahr
  • 6. Oktober 2021

Team der Informationsdienste für Asylbewerber (A.Ss.I.S.T)

As.S.I.S.T Athen-Chios

Das Asylum Seekers Information Services Team (A.Ss.I.S.T) bietet Asylbewerber*innen und Personen, die internationalen Schutz genießen, Rechtsbeistand in Form von Vorbereitung auf Anhörungen, Einlegung von Rechtsmitteln bei der ersten Ablehnung, Folgeanträge und Beratungen zu allgemeinen Rechtsfragen. Außerdem wird administrative Unterstützung geleistet, beispielsweise bei der Erneuerung von Ausweisen. Die Dienstleistungen werden persönlich auf Chios und digital für Kund*innen auf dem Festland angeboten. Um ihren Klient*innen auf dem Festland die gleiche Qualität der Dienstleistungen zu gewährleisten, ist A.Ss.I.S.T dabei, eine Präsenz in Athen aufzubauen.

  • Griechenland
  • 70.000,00
  • 1 Jahr
  • 6. Oktober 2021

SearchWing - Hochschule Augsburg

SearchWing

SearchWing entwickelt und baut Drohnen für die Suche nach Schiffbrüchigen. Damit unterstützt die Gruppe den Einsatz von zivilen Rettungsorganisationen wie Sea-Watch e.V., Sea-Eye e.V. oder Resqship e.V. Die autonom fliegende Drohne kann einfach von einem Schiff aus gestartet werden und landet nach der Suche im Wasser neben dem Schiff. Bei SearchWing arbeiten ehrenamtlich tätige Bürger*innen sowie Student*innen und Wissenschaftler*innen der Hochschule Augsburg zusammen. Mit den Mitteln der Stiftung wird die Entwicklung der nächsten Modellgeneration auf Basis von Faserverbundtechnologie zur Erhöhung der Zuverlässigkeit unterstützt.

  • Deutschland
  • 70.000,00
  • 1.5 Jahre
  • 22. September 2021

Frachvollective

leave no one in Bihac

Das Projekt des Kollektivs "frachcollective", unterstützt Menschen auf der Flucht an der bosnisch-kroatischen Grenze rund um Bihac, Bosnien-Herzegowina und nimmt Menschen in den Fokus, die von gewaltsamen Pushbacks betroffen sind und außerhalb von staatlichen Lagern in informellen Unterkünften leben müssen. Die Gruppe organisiert die Verteilung von Nahrungsmitteln und Mahlzeiten, Zugang zu sauberem Wasser, Hygieneartikeln, Kleidung, Kochutensilien, Zelten, Schlafsäcken und ermöglicht eine Anbindung an das lokale Gesundheitssystem.

  • Bosnien-Herzegowina
  • 80.000,00
  • 6 Monate
  • 22. September 2021

World Travelers Center

World Travelers Center

Das World Travelers Center in Sarajevo stellt unterschiedliche Ressourcen für flüchtende Menschen, die über die Balkanrouten kommen, bereit: rechtliche Beratung, medizinische Versorgung und psychotherapeutische Begleitung ebenso wie Sprach- und IT-Kurse.

Das Haus des Zentrums ist ein Ort der Solidarität und des Austauschs innerhalb der internationalen Community in Sarajevo. Die politische Arbeit des Zentrums besteht darin, diese besser miteinander zu vernetzen und sich gemeinsam gegen die Diskriminierung und für die Menschenrechte von illegalisierten und anderen vulnerablen Personen(-gruppen) einzusetzen.

  • Bosnien-Herzegowina
  • 45.060,00
  • 1 Jahr
  • 22. September 2021

I Have Rights e.V.

Zugang zu Rechtsinformationen für Asylbewerber*innen auf Samos

I HAVE RIGHTS ist eine neue gemeinnützige Organisation, die aus der Refugee Law Clinic Berlin hervorgegangen ist, nachdem der Verein mehr als drei Jahre lang auf Samos gearbeitet hat. Das Ziel der Organisation ist es, Menschen auf der Flucht, insbesondere auf Samos, den Zugang zu rechtlichem Beistand zu erleichtern. I Have Rights unterstützt Asylsuchende bei ihren individuellen Anträgen, z.B. bei der Vorbereitung auf Interviews, bei der Familienzusammenführung und bei Rechtsmitteln. Das internationale Team besteht aus Rechtsanwält*innen, Rechtsexpert*innen und Dolmetscher*innen.

  • Griechenland
  • 86.400,00
  • 1 Jahr
  • 8. September 2021

Lighthouse Relief

Streetwork Projekt

Lighthouse Relief (LHR) ist eine humanitäre Organisation, die Menschen, die von Vertreibung betroffen sind, mit sofortiger und langfristiger Hilfe unterstützt. Das Emergency Response Streetwork-Programm von LHR unterstützt Geflüchtete, Asylsuchende und Migrant*innen, die von Obdachlosigkeit betroffen sind oder unter prekären Bedingungen leben. Ihre individuellen Bedürfnisse werden durch einen ganzheitlichen Ansatz erfasst, die Menschen mit Non-Food-Artikeln, Nahrungsmitteln, sowie Informationen und Beratung versorgt, um sie mit den Diensten zu verbinden, die sie in ihrer spezifischen Situation unterstützen können, einschließlich medizinischer Versorgung, Rechtshilfe und Unterbringung. Das Team von LHR bietet in Zusammenarbeit mit Partner*innen in Athen auch Fallmanagement für komplexe Fälle an.

  • Griechenland
  • 89.490,00
  • 1 Jahr
  • 8. September 2021

Clandestini e.V.

We´ll Come United - Antirassistisches Sommertreffen 2021

We’ll Come United ist ein bundesweites Netzwerk, das die Alltagskämpfe in Lagern und gegen Abschiebungen unterstützt. Das Netzwerk kämpft seit 2016 für gleiche Rechte für alle, Bewegungsfreiheit und gegen Rassismus - lokal und bundesweit. Basis sind die lokalen Gruppen und Initiativen, die alle selbstorganisiert und mit engem Kontakt zu Geflüchteten in Lagern zusammen arbeiten. Bundesweite Treffen dienen dem Austausch, der Planung von Aktionen und dem gegenseitigen Empowerment. We'll Come United versucht möglichst vielen geflüchteten Personen die Teilnahme an den Treffen zu ermöglichen.

  • Deutschland
  • 5.000,00
  • 3 Tage
  • 8. September 2021

Eudaimonia Medical Services

Eudamonia Medical Services

Eudaimonia Medical Services ist eine griechische Non-Profit-Organisation mit Sitz auf Lesbos. Ihre medizinische Versorgung besteht aus mehreren Komponenten und konzentriert sich darauf, Patient*innen, die eine diagnostische Versorgung benötigen (z. B. MRTs, CTs oder private Konsultationen, die im öffentlichen Gesundheitssystem nicht verfügbar sind), die bestmögliche Erfahrung zu bieten. Darüber hinaus bietet die Organisation medizinische Übersetzungsdienste an, die nicht nur dem sprachlichen Verständnis der Patient*innen dienen, sondern es ihnen auch ermöglicht, sich wohl zu fühlen und kulturelle Unterschiede zu überbrücken. Viele der unterstützten Patient*innen erhielten medizinische Diagnosen, die sich auf ihr Asylverfahren auswirkten und es erforderten, zu reisen, um die benötigte Behandlung zu erhalten.

  • Griechenland
  • 111.000,00
  • 3 Monate
  • 3. September 2021

Clandestini e.V.

Palermo und Dakar Convergences

Abschlussplenum in Palermo mit Live-Schaltung nach Dakar

Vom 15. bis 19. September haben in Palermo und Dakar parallele Zusammenkommen zivilgesellschaftlicher Akteur*innen und Aktivist*innen sozialer Bewegungen stattgefunden, die - „from the Sea to the Cities“ - in Unterstützungs-, Rettungs- und Solidaritätsstrukturen insbesondere im Mittelmeerraum aber auch darüberhinaus auf den Flucht- und Migrationsrouten mitwirken. An vier Tagen haben Praktiken und Visionen des Kampfes um das Recht auf Bewegungsfreiheit stattgefunden, es wurde gemeinsam diskutiert, unterschiedliche Erfahrungen der letzten Jahre evaluiert und für die Zukunft geplant.

  • Italien und Senegal
  • 30.000,00
  • 5 Tage
  • 3. September 2021

Front-Lex

Unterstützung von Front-LEX im Verfahren gegen Frontex und des Tribunals 2022

Die Organisation Front-LEX arbeitet auf zwei Ebenen. Erstens, organisiert sie mit einem Aktionskomitee ein zivilgesellschaftliches Tribunal, das 2022 in Brüssel stattfinden soll. Angeklagt werden Politiker*innen und Funktionär*innen aus vielen Ländern der EU, der Schweiz und Großbritannien. Individuelle Länderkomitees bereiten die Anklagedossiers vor und legen sie dem Tribunal dar. Zweitens, enthält die Organisation eine Rechtsabteilung. Die Anwält*innen klagen vor ordentlichen Gerichten gegen die EU, die Agentur Frontex, sowie fehlbare Politiker*innen und Funktionär*innen in Europa. Die Juristische Abteilung hilft geflüchteten Betroffenen ihre Rechte einzufordern und auf Schadenersatz zu klagen.

  • Luxemburg und Belgien
  • 79.200,00
  • 1.5 Jahre
  • 1. September 2021

Wave of Hope for the Future

Ein Netzwerk von selbstorganisierten Schulen in griechischen Geflüchtetenlagern

Wave Of Hope for the Future (WHF) ist ein Netzwerk von selbstorganisierten Schulen, die von Geflüchteten für Geflüchtete in griechischen Lagern betrieben werden. Inzwischen betreibt WHF Schulen in vier Geflüchtetenlagern in ganz Griechenland mit über 2.000 Schüler*innen: Lesvos, Athen (Lager Malakasa und Ritsona), Thessaloniki (Lager Nea Kavala). Angeboten werden Sprachkurse für Englisch, Deutsch und Griechisch, Musik und Kunst, Fußball und Volleyball, Aktivitäten für Kinder, Schachturniere und Zeichentrickfilme. Außerdem eröffnete die Organisation kürzlich ein Kunstlabor und ein Kunstausstellungszentrum auf der Insel Lesvos, um die Talente junger Künstler*innen auf der Flucht öffentlich sichtbar zu machen.

  • Griechenland
  • 98.000,00
  • 1 Jahr
  • 18. August 2021

LOGS - Grup de Initiative Sociale

EFIR - Emergency Food for Immigrants in Romania

LOGS ist eine junge rumänische Graswurzelorganisation, die in Timișoara, nahe der serbischen und ungarischen Grenze, das Willkommenszentrum Casa LOGS für Menschen auf der Flucht betreibt. Für die meisten Flüchtenden ist Rumänien ein Transitland. Sie benötigen dort schnelle und unbürokratische Hilfe, die sie für die Nächte ohne Obdach und den weiten Weg, der meistens noch vor ihnen liegt, stärkt. Mit dem Projekt "EFIR - Emergency Food for Immigrants in Romania" unterstützt die Organisation people on the move mit Food-Tickets, Kleidung und medizinischer Erstversorgung.

  • Rumänien
  • 12.000,00
  • 6 Monate
  • 18. August 2021

SOS Mediterranee

Stelle für Advocacy Arbeit

Credits: Fabian Mondl/SOS MEDITERRANEE.

Wichtiger Bestandteil der Arbeit SOS Mediterranees ist die gezielte Advocacy- und Lobbyarbeit. Damit trägt die Organisation dazu bei, auf die politische und humanitäre Krise im Mittelmeer aufmerksam zu machen und das völker- und menschenrechtswidrige Verhalten europäischer Behörden und Agenturen aufzuzeigen. Mit ihrer Advocacy-Arbeit setzen sie sich konkret für eine europäisch koordinierte und finanzierte Seenotrettung, die Einhaltung internationalen Völkerrechts und gegen die Kriminalisierung von Solidarität mit Menschen auf der Flucht ein.

  • Deutschland
  • 21.385,00
  • 5 Monate
  • 28. Juli 2021

Mediterranea

Eine neue Such- und Rettungsmission unter italienischer Flagge im zentralen Mittelmeer

Die Stiftung unterstützt eine Such- und Rettungsmission der Organisation und deckt Teile der Kosten der Operation, einschließlich des Kaufs von Treibstoff, zusätzlicher Rettungsausrüstung, medizinischer Geräte, Lebensmittel, Ausgaben für Hafendienstleistungen und Gehälter für die professionelle Schiffscrew.

  • Zentrales Mittelmeer
  • 120.000,00
  • 2 Monate
  • 28. Juli 2021

Border Violence Monitoring Network

Grenzgewalt auf der Balkan Fluchtroute

Border Violence Monitoring Network (BVMN) ist ein horizontal und selbstorganisiertes Netzwerk von NGOs und Verbänden, das Pushbacks, Menschenrechtsverletzungen und weitere Formen von Gewalt an und innerhalb der europäischen Grenzen entlang der sogenannten "Balkanroute" dokumentiert und anprangert. Pushbacks sind zu einer immer wiederkehrenden Praxis an den Grenzen geworden, während sich andere Gewalttaten gegen Menschen auf der Flucht innerhalb der Staatsgrenzen häufen. Die Gewalt in Form von Kriminalisierung erreicht auch Aktivist*innen. Mit diesem Projekt will BVMN dieses Gewaltphänomen angehen, um eine sichere Fluchtrouten zu fördern. Zu diesem Zweck will das Netzwerk seine Überwachungsaktivitäten an den Grenzen konsolidieren, die Fälle von interner Gewalt sichtbar machen und eine effektive gemeinsame Strategie gegen Kriminalisierung aufbauen.

  • Balkan Region
  • 58.664,00
  • 1 Jahr
  • 14. Juli 2021

Alarme Phone Sahara

Die Gemeinschaftsküche in Agadez (Niger)

Seit Juli 2020 organisiert das Team von Alarme Phone Sahara (APS) in Agadez/Niger mit großem Engagement jeden Samstag eine Gemeinschaftsküche für Migrantinnen. Das Netzwerk APS ist ein Kooperationsprojekt zwischen Vereinen, Gruppen und Einzelpersonen in der Sahel-Sahara-Region und Europa mit Hauptsitz und Büro in Agadez. Die Gemeinschaftsküche ist eine praktische Antwort auf eine Situation, in der viele Migrant*innen und Menschen auf der Flucht in Niger gestrandet sind, und täglich unter sehr prekären Bedingungen um ihr Überleben kämpfen. Diese ist durch die weltweite Coronakrise extrem verschärft worden. Die Küche ist für das APS Team Agadez ein wichtiges Element um in Austausch mit den Migrantinnen zu kommen. Außerdem stärkt sie solidarische Hilfen innerhalb der verschiedenen Migrantinnen-Gemeinschaften.

  • Niger
  • 7.788,00
  • 6 Monate
  • 14. Juli 2021

Handbreit - Nautical safety solutions

MV Louise Michel

Die Louise Michel, benannt nach der französichen Anarcho Feministin, ist ein ziviles Rettungsschiff, das 2020 ihre erste Mission im zentralen Mittelmeer gefahren ist. Das Team aus erfahrenen Akstivist*innen verbindet die Überzeugung, dass gesamtgesellschaftliche Konflikte wie Nationalismus, Rassismus, Patriarchat und Kapitalismus nicht getrennt voneinander gedacht und bekämpft werden können. An Bord und an Land lebt und arbeitet die Crew feministisch, vegan und mit flachen Hierarchien.

  • Zentrales Mittelmeer
  • 68.000,00
  • 1 Monat
  • 30. Juni 2021

Yoga and Sports with Refugees

Erweiterung von Yoga and Sport with Refugees nach Athen

Das Ziel von Yoga & Sport for Refugees (YSR) ist es, Menschen auf der Flucht zu befähigen, an sich selbst, ihre Träume und ihre Stärke zu glauben. Die Organisation unterstützt Menschen auf der Flucht dabei, wichtige Fähigkeiten aufzubauen und Teil einer starken Gemeinschaft zu werden. Dies geschieht durch Yoga-Aktivitäten und Sport. Im September 2020 hat das Team sein Projekt auf Athen ausgeweitet. Eines der grundlegenden Ziele von YSR ist es, Menschen auf der Flucht von Sport Teilnehmer*innen zu Trainer*innen zu machen, die für ihre eigenen Projekte verantwortlich sind. In Athen besteht das Koordinationsteam auch aus Menschen mit Fluchtgeschichte.

  • Griechenland
  • 50.820,00
  • 1 Jahr
  • 2. Juni 2021

Europe Must Act

Aufbau einer nachhaltigen solidarischen Bewegung

Europe Must Act startete im Jahr 2020 mit einem Aufruf zu radikalen Veränderung durch Grasswurzel-NGOs, die in Griechenland arbeiten. Die Bewegung fordert einen Wandel auf höchster europäischer Ebene. Mit einem Netzwerk von Ortsgruppen in ganz Europa, Forscher*innen und Aktivist*innen vor Ort an Europas Grenzen setzen sie sich nun für sichere Fluchtwege, Menschenrechte und ein Ende der gefängnisähnlichen Lager für Menschen auf der Flucht ein. Mit der Unterstützung des Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung ist Europe Must Act in der Lage, die Arbeit ihres europäischen Solidaritätsnetzwerks auszubauen und noch stärker auf Veränderungen hin zu arbeiten.

  • Europa
  • 36.000,00
  • 1 Jahr
  • 2. Juni 2021

borderline-europe

EU-Ad-hoc-Relocation: undurchsichtige Aufnahme- und Relocation-Mechanismen, die zu Asylablehnungen in Deutschland führen

Durch die Unterstützung des Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung ist es borderline möglich, aufbauend auf dem bereits veröffentlichten Report: “EU AD HOC RELOCATION - A lottery from the sea to the hotspots and back to unsafety” mit dem Follow-up Projekt ein besonderes Augenmerk auf die Lobbyarbeit für eine Bleibeperspektive der umverteilten Menschen in Deutschland zu legen, die zum großen Teil eine Abschiebung fürchten müssen. Nicht nur die Übersetzung des Reports ins Deutsche, auch die verstärkte Netzwerkarbeit mit lokalen Unterstützungsgruppen sowie Lobbyarbeit bei politischen Entscheidungträger:innen spielen hier eine große Rolle. Außerdem soll vergleichsweise ein niedrigschwelliges Monitoring der Relocation-Prozesse aus Griechenland nach dem Brand im Camp Moria durchgeführt werden. Zudem sollen mehrsprachige Informationen über den Relocation-Prozess nach Deutschland für in Italien ankommende geflüchtete Menschen erarbeitet werden.

  • Deutschland
  • 56.100,00
  • 1 Jahr
  • 2. Juni 2021

Stand by me Lesvos

Recycling Projekt

Das Recycling-Projekt ist eine Zusammenarbeit von Stand By Me und dem Moria Corona Awareness Team (MCAT), einer selbstorganisierten Gruppe von Menschen auf der Flucht in Moria, die ein Recycling-/Flaschentauschsystem im Lager eingeführt hat. Es sieht vor, dass die Bewohner*innen des Camps ihre leeren Flaschen, die sie bei der Essensausgabe erhalten haben, zu einer der MCAT-Recycling-Stationen bringen, bei der sie im Gegenzug zum Beispiel Lebensmittel oder kaltes Wasser im Sommer erhalten. Die von MCAT gesammelten Flaschen hingegen werden recycelt. Im Jahr 2020 sammelte MCAT täglich 15.000 Flaschen an sechs Tagen in der Woche, was dazu führte, dass etwa 2.000.000 Flaschen recycelt werden konnten.

  • Greece
  • 61.260,00
  • 8 Monate
  • 2. Juni 2021

Blindspots

Versorgung von Grundbedürfnissen von Menschen auf der Flucht in Bosnien

Blindspots unterstützt Menschen auf der Flucht in ihren Grundbedürfnissen und ihrem Recht auf ein faires Asylverfahren. Der Fokus liegt auf der Grenzregion zwischen Bosnien und Kroatien, wo tausende Menschen versuchen, in die EU zu gelangen. Die ausweglose, prekäre Lage hat dazu geführt, dass Menschen auf der Flucht in dezentralen Strukturen außerhalb von überfüllten Camps unterkommen. Blindspots stellt in unmittelbarer Grenznähe Essenspakete, Holz und upgecycelte Öfen zum Kochen und Wärmen zur Verfügung und setzt Projekte zur Müllentsorgung, Trinkwasserversorgung und WASH Strukturen in Squats um.

  • Bosnien
  • 65.000,00
  • 6 Monate
  • 19. Mai 2021

Fenix Humanitarian Legal Aid

Holistische Rechtshilfe

Die Organisation Fenix setzt sich für ein gerechteres europäisches Asylsystem ein, das Menschen mit Würde behandelt, ihre Rechte wahrt und ihnen das nötige Wissen vermittelt, um ihr Leben und ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Das Projekt bietet umfassende, multidisziplinäre und partizipative Unterstützung an. Der ganzheitlicher Ansatz der Organisation umfasst dabei Rechts-, Schutz- und psycho-soziale Gesundheitsdienste für Überlebende schwerer Gewalt, Menschen mit medizinischen Bedürfnissen und Behinderungen sowie unbegleitete Kinder und Jugendliche.

  • Greece
  • 36.400,00
  • 6 months
  • 21. April 2021

Clandestini e.V.

Free El Hiblu Three Kampagne

In Malta werden drei Jugendliche (15, 16, und 19 Jahre alt) des Terrorismus beschuldigt. Sie gehörten zu einer Gruppe von Geflüchteten, die am 26. März 2019 auf einem Schlauchboot aus Libyen flohen. Sie gerieten in Seenot und wurden durch die Besatzung des Frachtschiffes El Hiblu 1 gerettet. In Absprache mit der europäischen Militäroperation EUNAVFOR MED sollte die Besatzung die Geretteten nach Libyen zurückzubringen. Die Geflüchteten protestierten gegen ihre Rückkehr und überzeugten die Besatzung der El Hiblu 1 nach Malta zu steuern. Während des Protests wurde weder jemand verletzt, noch entstand ein Sachschaden. Die drei Jugendlichen wurden nach ihrer Ankunft in Malta dennoch verhaftet. Vor einem maltesischen Gericht werden die “El Hiblu 3” nun wegen Terrorismus angeklagt. Zusammen mit weiteren Gruppen, Aktivist*innen und Geflüchteten des Frachtschiffs El Hiblu 1 wird eine mediale Solidaritätskampagne organisiert, die auf diesen Fall aufmerksam machen soll. Der Stiftungsfonds unterstützt die Kampagne mit 10.000€.

  • Malta
  • 10.000,00
  • 1 Jahr
  • 21. April 2021

Border Forensics

Border Forensics

Border Forensics (BF) ist eine neue Forschungsinstitution in Genf, gegründet von den Forschern Charles Heller und Lorenzo Pezzani. In Zusammenarbeit mit migrantischen Gruppen und zivilgesellschaftlichen Organisationen dokumentiert BF die Gewalt, die mit der Existenz und dem Management von Staatsgrenzen einhergeht. 2021 führt Border Forensics gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Luftüberwachungsmissionen Untersuchungen im zentralen Mittelmeer durch. Diese analysieren den Rückzug von EU-Marineeinheiten von der libyschen Küste und die zunehmende Kooperation der EU-Luftüberwachung mit der libyischen Küstenwache um Boote Flüchtender bei ihrer Abfahrt aufzuspüren ohne in Rettungsmissionen involviert zu werden. Darüber hinaus arbeitet BF an einer Publikation, die sich mit Rechtsverletzungen an Menschen auf der Flucht auf See und der Kriminalisierung von Solidarität befasst.

  • Schweiz
  • 65.000,00
  • 5 Monate
  • 21. April 2021

Medical Volunteers International

Just help! Aufbau medizinischer Versorgungsstrukturen für Geflüchtete

Medical Volunteers International bietet medizinische Versorgung für Geflüchtete in Griechenland und seit Kurzem auch an einem weiteren Standort entlang der Balkanroute. Mit diesem neuen Projekt ermöglichen die freiwilligen Mediziner*innen jenen Menschen, die keine Unterkunft und Versorgung in den Camps erhalten, allgemeinmedizinische Hilfe. Denn auch in den Wäldern und verfallenen Häusern, in denen die Geflüchteten oft unter menschenunwürdigen Bedingungen leben, gilt: Healthcare is a Human Right. Durch diese Initiative können monatlich ca. 600 Patient*innen von einem mobilen Team an Mediziner*innen versorgt werden.

  • Griechenland und Balkanroute
  • 79.958,00
  • 1 Jahr
  • 21. April 2021

Mare Liberum

Finanzierung von drei Positionen im Projektmanagement, im Fundraising und in der Öffentlichkeitsarbeit

Mare Liberum e.V. beobachtet seit 2018 die Menschenrechtslage auf den Flucht- und Migrationsrouten in der Ägäis. Der Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung fördert den weiteren inhaltlichen, strukturellen und finanziellen Aufbau von Mare Liberum mit einer sechsmonatige Finanzierung über 37.647,36 Euro für jeweils eine Personalstelle in der Projektkoordination (50%), im Fundraising (75%) und der Öffentlichkeitsarbeit (25%). Dadurch soll der Aufbau von nachhaltigen Vereinsstrukturen, Durchführung von künftigen Missionen und die finanzielle Eigenständig des Vereins gefördert werden.

  • Berlin
  • 37.647,00
  • 6 Monate
  • 24. März 2021

KlikAktiv

Rechtshilfe und psychosoziale Unterstützung für die Menschen auf der Flucht in Serbien

KlikAktiv bietet kostenlose Rechtshilfe und psychosoziale Unterstützung für Menschen auf der Flucht, die in Serbien, als letztes Nicht-EU-Land auf der Balkan-Migrationsroute, festsitzen. Mehr als 95 % der Menschen auf der Flucht in Serbien haben keinen Zugang zum Asylsystem und schützenden Unterkünften, sondern schlafen stattdessen in inoffiziellen Camps. Das geförderte Projekt wird vor allem Menschen auf der Flucht unterstützen, die keine staatliche Hilfen erhalten. Darüber hinaus bietet KlikAktiv rechtliche Vertretung von Asylbewerber*innen in nationalen Asylverfahren und anderen strategischen Fällen vor lokalen Gerichten und Behörden. In ihreralltäglichen Arbeit an den EU-Außengrenzen sammelt und veröffentlicht das Team der Organisation außerdem Zeugenaussagen zu Push-Backs & Gewalt durch Grenzschutzbeamt*innen. Zuletzt kommt die Förderung zudem Aktivist*innen und humanitären Hilfskräften zu Gute, die sich staatlicher Kriminalisierung gegenüber sehen.

  • Serbien
  • 29.143,00
  • 6 Monate
  • 22. März 2021

Skills for Utopia

Praktische Workshops für Seenotrettungsaktivist*innen

Skills for Utopia ist ein politisches Bildungskollektiv mit dem Ziel Aktivist*innen und Politgruppen weiterzubilden. Mit dem geförderten Projekt sollen bestehende Seenotrettungsstrukturen durch Wissensvermittlung und Skillsharing gestärkt werden. Dafür vermittelt das Kollektiv qualifizierte und bewegungsnahe Referent*innen für kostenlose und praxisorientierte Workshops und -Webinare. Diese sollen dazu beitragen, dass Gruppen effektiv arbeiten, professionell auftreten, moderne Tools und Techniken benutzen, und gleichzeitig sicher und hierarchiekritisch arbeiten können.

  • Deutschland
  • 10.000,00
  • 1 Jahr
  • 11. März 2021

Alarme Phone Sahara

Die Gemeinschaftsküche in Agadez (Niger)

Seit Juli 2020 organisiert das Team von Alarme Phone Sahara (APS) in Agadez/Niger mit großem Engagement jeden Samstag eine Gemeinschaftsküche für Migrant*innen. Das Netzwerk APS ist ein Kooperationsprojekt zwischen Vereinen, Gruppen und Einzelpersonen in der Sahel-Sahara-Region und Europa mit Hauptsitz und Büro in Agadez. Die Gemeinschaftsküche ist eine praktische Antwort auf eine Situation, in der viele Migrant*innen und Menschen auf der Flucht in Niger gestrandet sind, und täglich unter sehr prekären Bedingungen um ihr Überleben kämpfen. Diese ist durch die weltweite Coronakrise extrem verschärft worden. Die Küche ist für das APS Team Agadez ein wichtiges Element um in Austausch mit den Migrant*innen zu kommen. Außerdem stärkt sie solidarische Hilfen innerhalb der verschiedenen Migrant*innen-Gemeinschaften.

  • Niger
  • 10.980,00
  • 7 Monate
  • 10. März 2021

European Lawyers in Lesvos

Rechtshilfe für geflüchtete Menschen auf dem griechischen Festland

ELILs Team aus hauptamtlichen griechischen Anwält*innen und ehrenamtlichen europäischen Asylanwält*innen bietet Menschen auf der Flucht auf Lesbos (seit 2016) und Samos (seit 2020) rechtliche Unterstützung. Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte sollen aufrechterhalten werden indem Zugang zu kostenlosem, unabhängigem Rechtsbeistand gewährleistet wird. Tausende Menschen auf der Flucht wurden in den letzten Monaten von den ägäischen Inseln auf das griechische Festland gebracht und sehen sich mit strikten und zunehmend komplexen Asylregularien konfrontiert, oft mit wenig rechtlichem Beistand. Mit der Unterstützung des Stiftungsfonds Zivile Seenotrettung startet ELIL ein neues Projekt zur Bereitstellung von Rechtshilfe auf dem Festland.

  • Greece
  • 48.450,00
  • 1 Jahr
  • 24. Februar 2021

Lesvos Solidarity

The Wire Aegean

Lesvos und die ägäischen Inseln sind ein Labor für die toxische europäische Migrationspolitik. Dem stellt Lesvos Solidarity das Projekt Advocacy Hub entgegen: das Ziel ist es das zunehmend repressive und spaltende Migrations-System zu entlarven und den koordinierten Druck zu erhöhen, um Veränderungen zu erzwingen. Das Projekt soll eine zentrale Anlaufstelle schaffen für vernetzte, strategische Aktionen und gemeinschaftliche Mobilisierung. Akteur*innen auf den griechischen Inseln werden für Veränderungen gegen eine aggressive und entschlossene Regierung mobilisiert.

  • Griechenland
  • 14.000,00
  • 6 Monate
  • 11. November 2020

Action for Women Hellas

The Pomegranate Project

The Pomegranate Projekt ist eine von, für und mit Frauen konzipierte und durchgeführte Initiative. Diese bietet ein ganzheitliches Schutz- und Empowerment-Modell für geflüchtete Frauen, wobei insbesondere denjenigen, die von gender-basierter Gewalt bedroht sind und/oder diese überlebt haben, Priorität eingeräumt wird. Das Projekt beinhaltet sichere Unterbringung, psychosoziale Unterstützung, Fallmanagement und einkommensschaffende Möglichkeiten, um die Fähigkeiten, Ressourcen und Widerstandskraft der betroffenen Personen zu entwickeln und zu stärken. Das mehrheitlich griechische Team trägt außerdem dazu bei, Solidarität zwischen den Frauen und der griechischen Gemeinschaft aufzubauen.

  • Griechenland
  • 48.960,00
  • 8 Monate
  • 30. Oktober 2020

Legal Centre Lesvos

Unterstützung von Migrant*innen auf Lesvos und Kampf gegen Kriminalisierung

Mit einem Team von griechischen und internationalen Anwält*innen, Dolmetscher*innen, juristisch ausgebildeten Freiwilligen und Gründungsmitgliedern setzt sich das Legal Centre Lesvos für die Verteidigung der Rechte von Migrant*innen ein. Seit August 2016 bietet das Legal Centre Lesvos Migrant*innen, die über das Mittelmeer auf der griechischen Insel ankommen, kostenlose und individuelle Rechtsberatung, anwaltliche Vertretung und Unterstützung. Über diese direkte Unterstützung hinaus arbeitet die Organisation an der Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen, an strategischen Gerichtsverfahren und leistet Advocacy Arbeit, um die griechische Regierung, die EU-Mitgliedstaaten und die europäischen Institutionen zur Rechenschaft zu ziehen.

  • Griechenland
  • 49.614,00
  • 6 Monate
  • 28. Oktober 2020

Healthbridge Medical Organization

Medizinische Unterstützung auf Lesbos

Die Organisation Healthbridge Medical fokussiert sich inbesondere darauf aktuelle Versorgungslücken vor Ort zu füllen - seien es Angebote der allgemeinen medizinischen Versorgung, medizinische Übersetzungsdienste oder die Betreuung komplexer medizinischer Fälle. Das Team besteht dabei aus Menschen auf der Flucht, sowie weiteren Ärzt*innen und medizinischem Personal.

  • Griechenland
  • 79.600,00
  • 5 Monate
  • 28. Oktober 2020

Salvamento Marítimo Humanitario

Seenotrettungsmission November 2020

Die Aita Mari ist ein Rettungsschiff, das von der baskischen NGO Salvamento Maritimo Humanitario (SMH) betrieben wird. Die Aita Mari hat kürzlich Umbauarbeiten zur Anpassung an italienischen Anforderungen abgeschlossen und ist nun wieder einsatzbereit, um Menschen zu retten, die in ihren Herkunftsländern vor Krieg und Gewalt fliehen. Das Schiff hat Platz für 120 Personen an Deck und ist mit einer kleinen Klinik, sowie einer Rettungs- und medizinischen Besatzung ausgestattet.

  • Griechenland
  • 140.000,00
  • 3 Monate
  • 28. Oktober 2020

Kitrinos Healthcare

Sicherstellung der unmittelbaren medizinischen Versorgung von Geflüchteten

Kitrinos Healthcare ist eine britische NGO, die die medizinische Versorgung von Menschen auf der Flucht im abgebrannten Lager Moria auf Lesbos sichergestellt hat. Kitrinos ist seit 2015 in Griechenland tätig, und unterhält seit 2018 eine Klinik in Moria, in der insbesondere Patient*innen mit chronischen Erkrankungen versorgt werden. Darüberhinaus verantwortet Kitrinos die medizinische Versorgung einer großen Gruppe von Müttern und Kindern in der UNICEF Tapuat Schule, die seit dem Feuer in eine Notunterkunft umgewandelt wurde. Die Organisation unterstützt vulnerable Patient*innen in ihrem Asylprozess und mit Zugang zu besserer Versorgung durch UNHCR. Kitrinos hat im Feuer von Moria einen Großteil der Ausrüstung und Materialien verloren, während die medizinischen Bedürfnisse der Geflüchteten gewachsen sind. Die Corona Pandemie bedingt zudem dass Übersetzer*innen (die meist selbst Geflüchtete sind) und freiwillige Helfer*innen jetzt mehr Unterstützung brauchen.

  • Griechenland
  • 25.000,00
  • 2 Monate
  • 23. Oktober 2020

Cadus

Modular mobiles Krankenhaus für die griechischen Inseln

Die medizinische Versorgungslage auf den griechischen Inseln ist für Menschen auf der Flucht seit Jahren überhaupt nur noch existent, weil sich kleine NGOs unermüdlich bemühen, gegen alle Repressionen vor Ort weiter zu helfen. Die Kapazitäten und möglichen medizinische Leistungen sind dabei schon immer limitiert, und die Lage hat sich durch die Pandemie massiv verschlechtert. CADUS baut aufbauend auf den Erfahrungen des ersten mobilen Krankenhauses für Nordostsyrien ein noch mobileres Konzept eines modularen Krankenhauses, welches vor Ort schnell und flexibel auf die medizinische Notlage reagieren kann.

  • Griechenland
  • 518.860,00
  • Ab Oktober 2020
  • 11. Oktober 2020

Civilfleet Support e.V.

Medizinische Unterstützung in Moria

Die Situation der Geflüchteten, die auf Lesbos leben müssen, spitzt sich weiter zu. Gleichzeitig fehlen den vor Ort arbeitenden medizinischen NGOs die Mittel, um dringend notwendige Unterstützung zu leisten. Daher hilft Civilfleet Support bei der Bestellung von Material und Medikamenten und übernimmt den Transport auf die Insel.

  • Griechenland
  • 8.000,00
  • 2 Monate
  • 15. September 2020

Alarme Phone Sahara

Die Gemeinschaftsküche in Agadez (Niger)

Seit Juli 2020 organisiert das Team von Alarme Phone Sahara (APS) in Agadez/Niger mit großem Engagement jeden Samstag eine Gemeinschaftsküche für Migrant*innen. Das Netzwerk APS ist ein Kooperationsprojekt zwischen Vereinen, Gruppen und Einzelpersonen in der Sahel-Sahara-Region und Europa mit Hauptsitz und Büro in Agadez. Die Gemeinschaftsküche ist eine praktische Antwort auf eine Situation, in der viele Migrant*innen und Menschen auf der Flucht in Niger gestrandet sind, und täglich unter sehr prekären Bedingungen um ihr Überleben kämpfen. Diese ist durch die weltweite Coronakrise extrem verschärft worden. Die Küche ist für das APS Team Agadez ein wichtiges Element um in Austausch mit den Migrant*innen zu kommen. Außerdem stärkt sie solidarische Hilfen innerhalb der verschiedenen Migrant*innen-Gemeinschaften.

  • Niger
  • 8.732,00
  • 6 Monate
  • 18. August 2020

No Name Kitchen

Legale Fluchtwege und Unterstützung von Flüchtenden

Das Ziel von No Name Kitchen ist es, alle Menschen in ihrem Recht auf eine bessere Zukunft zu unterstützen. Sie sind auf Gebiete spezialisiert, in denen Menschen versuchen Grenzen zu überqueren und dabei zurückgedrängt werden. Sie tun dies, indem sie humanitäre Hilfe (Nahrungsmittel, NFIs und Gesundheitsversorgung) leisten und über Grenzgewalt berichten, um das öffentliche Bewusstsein zu schärfen und für eine politische Veränderung einzutreten.

  • Griechenland, Bosnien-Herzegovina, Serbien, und Montenegro
  • 37.584,00
  • 1 Jahr
  • 4. August 2020

Salvamento Marítimo Humanitario

Festsetzung des Schiffs Aita Mari

Am Ostermontag 2020 wurden von der Aita Mari, das Rettungsschiff des Vereins SMH, 47 Menschen in maltesischen Gewässern aus einem sinkenden Schlauchboot gerettet und nach Sizilien gebracht. In Palermo wurde das Schiff daraufhin von den italienischen Behörden festgesetzt. Der Stiftungsfonds übernimmt die zusätzlichen Kosten, die SMH während des Gewahrsams entstanden sind.

  • Griechenland
  • 55.710,00
  • 1 Jahr
  • 4. August 2020

Medical Volunteers International

Just Help - medizinische Hilfe für geflüchtete Menschen auf Lesbos und in Athen

Medical Volunteers International e.V. leistet seit 2016 mit Freiwilligen aus aller Welt an drei Standorten in Griechenland medizinische Hilfe für Geflüchtete. Dabei sind sie eine der wenigen medizinischen Organisationen, die in der Hochphase der Corona Zeit durchgängig aktiv waren. Es entstehen derzeit immer noch Mehrkosten durch Corona (vor allem Schutzkleidung und Desinfektionsmittel) andererseits plant MVI, die eigene Arbeit weiterzuentwickeln (Ausweitung auf weitere Camps, Aufbau einer Vermittlungsplattform für Dolmetscher*innen aus der von refugee community). Beide Bereiche „Covid 19 response" und „Weiterentwicklung der Arbeit vor Ort“ verbessern die Situation der Geflüchteten in Griechenland insgesamt.

  • Griechenland
  • 25.000,00
  • 1 Jahr
  • 21. Juli 2020

Mare Liberum

Sebastian K.

Auf dem ägäischen Meer werden die Rechte von Geflüchteten verstärkt missachtet, da diese vermehrt und mit zunehmender Brutalität durch die griechische Küstenwache in die Türkei zurückgedrängt werden. Der Stiftungsfonds unterstützt Mare Liberum, die Menschenrechtsbeobachtungen des Vereins in der Region auszuweiten. Durch die Co-Finanzierung eines zweiten Schiffes (50.000 Euro) und die Übernahme der wichtigsten Reparaturkosten (10.044 Euro) wird es Mare Liberum ermöglicht die Menschenrechtslage direkt an der Seegrenze zu dokumentieren. Mit dem Ziel, neben der bisher beobachteten Situation für Flüchtende vor Lesbos, einen besseren Einblick über die Einhaltung der Menschenrechte vor den weniger im Fokus stehenden kleineren griechischen Inseln, wie Kos, Samos und Chios zu erhalten.

  • Griechenland
  • 60.044,00
  • 1 Jahr
  • 4. Juli 2020